Kalender-Impulse - März 2010
März 2010

Vor einigen Wochen habe ich in den Nachrichten vom neuen höchsten Haus der Welt in Dubai gehört. Mit viel Geld, viel architektonischem Know-How und viel Ehrgeiz wurde dieses Bauwerk in die Höhe gezogen, um deutlich zu machen: Wir wollen hoch hinaus.

Er wurde in Bildern immer wieder mit anderen Hochhäusern und Türmen verglichen und man konnte sehen: Größer als der Burj Chalifa in Dubai ist kein menschengemachtes Bauwerk.
Irgendwie hat mich diese Geschichte an den Turmbau zu Babel erinnert. „Auf, bauen wir uns eine Stadt und einen Turm mit einer Spitze bis zum Himmel und machen wir uns damit einen Namen“, haben die Menschen in dieser Geschichte gesagt. Zum einen, um zu zeigen, was Menschen alles fertig bringen, zum anderen aber vielleicht auch, um wie Gott – und bei Gott – sein zu können.

Das März-Foto des Kalenders ist zwar in der Berliner Siegessäule und nicht im „Burj Chalifa“ in Dubai entstanden. Aber dieses Bauwerk erzählt eine ähnliche Geschichte. Die Siegessäule besteht aus unterschiedlichen Etagen, unterschiedlichen Ringen, und jeder Ring steht in Erinnerung an die preußischen Feldzüge gegen Dänemark (1864), Österreich (1866) und Frankreich (1870-71). Sie sollen zeigen: Wir sind wer, wir haben es geschafft, wir haben Macht.

Nun hat dieses Gebäude aber – Gott sei Dank – einen Bedeutungswandel erfahren. Es ist kein Denkmal für kriegerische Siege mehr – sondern ein touristischer Aussichtsturm, eine Möglichkeit, von oben auf den Berliner Tiergarten und das Brandenburger Tor zu schauen, und damit auch ein gutes Bild für die Fastenzeit.

Die Fastenzeit ragt wie ein Aussichtsturm aus dem Alltag heraus . Nicht, damit wir höher sind – und somit näher bei Gott – sondern damit wir mit etwas Abstand auf unser normales Leben schauen können. Gibt es Dinge, auf die ich – auch außerhalb der Fastenzeit – verzichten könnte? Gibt es Handlungen, die ich eigentlich lieber lassen sollte? Gibt es Hilfen, die mir ermöglichen, Gottes Gegenwart zu erspüren und zu erleben?

Wenn ich Türme als Aussichtspunkte – und nicht als Machtzeichen – sehe, dann haben sie wieder einen Sinn, der mich näher zu Gott bringt. Aber vielleicht nicht beim Aufsteigen, sondern wenn ich dann wieder – nachdem ich etwas Überblick gewonnen habe – zurück in den Alltag heruntergekommen bin. Denn ich kann mir sicher sein, egal wo ich bin, dort ist auch Gott. „Steige ich hinauf in den Himmel, so bist du dort; bette ich mich in der Unterwelt, bist du zugegen.“

Text: Holger Rehländer
Bild: Joseph Müller

Kalender-Impulse - Februar 2010
Februar 2010
Würdest du dir so einen Zweig in eine Vase auf den Tisch stellen? Er ist trocken und hat nichts als Dornen zu bieten. Bei so einem Zweig tut schon das Hinschauen weh. Man spürt den Schmerz, die Verletzung - mit Schönheit hat das auf den ersten Blick wenig zu tun.

Die Dornen an diesem Strauch sind so gut sichtbar, weil er gerade kahl ist. Kein Blatt verdeckt seine Wehrhaftigkeit – und mit diesen puren Dornen kann er einem Angst machen. Warum wohl hat dieser Strauch so spitze, scharfe Dornen? Welchen Sinn mögen sie haben?

Noch dazu: Dieser Strauch steht in Israel, am Rande eines Weges, mitten in ehemaligem Kriegsgebiet, das noch heute aufgrund von eventuell dort verborgenen Landminen gesperrt ist. Herrliche Natur, wunderbare Landschaft und doch stehen überall Schilder „Vorsicht Landminen“. Und überall sind eben auch solche Dornensträucher.

Und wenn ich dieses Foto anschaue, frage ich mich weiter: Kann denn aus einem solchen Dornenstrauch etwas Gutes werden? Welchen Nutzen hat er? Kann er wirklich auch Blätter und Blüten, ja sogar Früchte tragen? Momentan sieht er nicht danach aus – ich traue es ihm nicht zu.

Aber urteile ich da nicht etwas vorschnell?

"An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen", mahnt das Matthäus-Evangelium – an ihren Früchten, nicht an ihren kahlen Ästen! Vielleicht braucht der Strauch noch etwas Zeit. Vielleicht ist es gerade die falsche Jahreszeit. Also abwarten, bis sich Blätter, Blüten und dann vielleicht Früchte zeigen? Es braucht Geduld, um die Forderung von Jesus umzusetzen. Auf andere Weise werde ich nie erfahren, was es mit diesem dornenreichen Strauch auf sich hat – ob und welche Früchte er vielleicht trägt.

Und das könnte ein Bild sein für meinen Blick auf andere Menschen, auf Menschen, die mir vielleicht in der Vergangenheit Verletzungen zugefügt haben – und für die Geduld, die ich aufbringen sollte, um diese Menschen mit dem ganzen Reichtum ihrer Persönlichkeit in den Blick zu nehmen. So, wie es wichtig ist, den Dornenstrauch nicht allein von seinen Dornen her zu definieren, so möchte ich lernen, meine Mitmenschen nicht auf das Negative zu reduzieren, nur die Verletzungen zu sehen, die sie mir zugefügt haben – sondern offen sein für positive Überraschungen. Auch wenn dadurch die Dornen nicht verschwinden.

Text: Elisabeth Meuser, Holger Rehländer
Bild: Sabine Bley
Kalender-Impulse - Januar 2010
Januar 2010
Es ist vermutlich einer der schönsten Momente eines jeden Winters: Man tritt am Morgen vor die Tür - und die Welt, wie man sie kannte, scheint über Nacht untergegangen zu sein, begraben in einem Meer aus Weiß. Wo sich gestern noch der Weg durch spärliche Überreste von Rasen zog, ist jetzt nur noch eine einzige gleißende Fläche, wo Stunden zuvor die Mülltonnen standen, heben sich bestenfalls ein paar unförmige Hügel ab und die Bäume - zuletzt kaum mehr als graue, blattlose Gerippe - erscheinen wie in Zuckerwatte getaucht.
Ganz benommen steht man da vor lauter Helligkeit - bis einen die Kälte wieder zurück in die Wirklichkeit holt.

So oder so ähnlich haben sicherlich viele schon den ersten Schnee erlebt, und passenderweise schmücken in diesem ersten Monat des neuen Jahres schneebedeckte Disteln das Kalenderblatt.

Doch der Ausspruch zum Motiv hinterlässt einen faden Beigeschmack.
An Liebe festhalten - ist das zeitgemäß?
Wie soll man noch lieben können, wenn man verletzt worden ist?
Wie sich so entblößen in einer Zeit, in der anscheinend zuallererst jeder sich selbst der Nächste ist?
Was ist das Bild von der Liebe, die dem Schnee gleich sich über die Sünden legt, mehr als eine weitere müde Metapher einer müden Weltanschauung?

Und tatsächlich scheint es leicht, hinter all den bunt blinkenden Fassaden sozialer Netzwerke, in immer schneller geschlossenen, immer rascher vergessenen Bekanntschaften so etwas Subtiles wie Liebe aus den Augen zu verlieren.
Doch was bleibt dabei eigentlich auf der Strecke?
Bildet die Liebe doch den Kern menschlichen Miteinanders. In ihr erkennen wir einander als jene an, die wir sind. Eine Winterlandschaft ohne ihren weißen Überzug ist kaum mehr als ein trübes, verwaschenes Abbild ihrer selbst, ganz ähnlich wie unser Leben ohne Liebe zu einer Art Gemeinschaft light, einem schalen Abklatsch wirklicher Freundschaften verkommt.

„...die Liebe deckt viele Sünden zu“ kann hier auf die Einsicht hinweisen, dass all die Fehler und Schwächen unser Gegenüber erst zu dem Menschen machen, der er (oder sie) ist. Erst so wird echtes gegenseitiges Vertrauen möglich. Wie der Schnee tristen Landschaften ein ganz neues Gesicht geben kann, so verwandelt die Liebe unser Zusammenleben:
wir gestehen dem Anderen sein Menschsein zu.

Text: David Bayer, Holger Rehländer
Bild: Sarah Ultes
Kalender-Impulse - Dezember 2009
Dezember 2009

Ein paar Mal bin ich bereits danach gefragt worden: Wann kommt denn eigentlich der Kalender-Impuls für den Dezember? Oder ist die E-Mail irgendwie untergegangen? Und ich habe dann immer vertröstet: Jaja, der kommt bald, ich habe schon eine Idee, aber ich bin noch nicht zum Schreiben gekommen, ich brauche zum Schreiben etwas mehr Ruhe und die habe ich gerade leider nicht, aber das kommt bestimmt in den nächsten Tagen, warte einfach noch ein bisschen…

Ohne es eigentlich zu wollen, habe ich mich damit ziemlich praktisch mit dem Bibelspruch des Monats Dezember auseinandergesetzt. Ich habe immer auf den perfekten Moment, die „rechte Zeit“ gewartet zum Impuls-Schreiben. Und dann habe ich erlebt, was dabei passiert: Man verpasst die rechte Zeit. Mittlerweile ist es schon längst Januar und der Impuls ist immer noch nicht geschrieben.

„Für euch ist immer die rechte Zeit“ sagt Jesus. Er fordert damit recht konkret die Leute in seiner Umgebung auf, zum Laubhüttenfest nach Jerusalem zu gehen, während seine Zeit noch nicht gekommen sei, in die Hauptstadt zu gehen und dort die Aufmerksamkeit – und bald auch den Ärger der Machthabenden auf sich zu ziehen. Ich denke, man kann diesen Ausspruch Jesu aber auch übertragen deuten, und ganz konkret neu anwenden: „Für euch ist immer die rechte Zeit“ kann dann heißen „Wartet nicht ständig auf den perfekten Moment, vielleicht ist dieser perfekte Moment genau jetzt. Nutzt die Zeit die euch gegeben ist -  jetzt - und wartet nicht auf morgen oder übermorgen. Irgendwann ist die rechte Zeit auch vorbei.“

Dass das gar nicht so einfach ist, habe ich nicht nur beim Kalender-Impuls-Schreiben im Dezember erlebt. Diese Frage „Muss ich noch etwas warten, oder sofort loslegen?“ beschäftigt mich immer wieder. Und vielleicht habe ich – während ich darüber nachgedacht habe – schon so manche „rechte Zeit“ verpasst. Das zerbrochene Stundenglas, zu dem der Fotograf während seines Zivildienstes durch eine heruntergefallene Pulsuhr inspiriert wurde, ist ein gutes Symbol für solche verpassten Gelegenheiten.

Für das neue Jahr wünsche ich uns allen einen guten Blick für die rechte Zeit, die Kraft zu warten und den Mut zum Loslegen!

P.S. Die rechte Zeit für den Januar-Kalender-Impuls wird voraussichtlich in der kommenden Woche sein. ;-)

Text: Holger Rehländer
Bild: Joseph Müller

Kalender-Impulse - November 2009
November 2009

Vielleicht passiert ja nur mir so etwas. Hin und wieder übersehe ich Veränderungen. Da hat jemand eine neue Frisur und fragt mich: Na, was fällt dir auf? Oder: Da trägt jemand seit Wochen eine neue Brille und ich reagiere nicht darauf.

Jetzt könnte ich mich damit rausreden, dass das ja alles Äußerlichkeiten wären, und es doch viel wichtiger sei, die inneren Werte zu sehen. Aber ganz ehrlich: Merke ich denn da, wenn sich etwas ändert? Wenn jemand trauriger oder ernster ist als sonst? Wenn jemand vor Begeisterung strahlt oder einfach nur zufrieden aussieht?

„Seht her, nun mache ich etwas Neues, […] merkt ihr es nicht?“ – Dieser Satz in der Bibel nimmt mir wieder etwas von dem schlechten Gewissen, denn er macht mir deutlich, dass es nicht nur mir so geht. Selbst die Veränderungen, die Gott in diese Welt einpflanzt, werden häufig übersehen – auch schon zu biblischen Zeiten. Der Satz lässt mich aber auch aufhorchen: Ich muss weiter an mir arbeiten, meinen Blick schulen, genau hinsehen, um das Neue wirklich wahrzunehmen. Vielleicht ist es ja ganz klein und kaum zu erkennen.

Genauso ist es bei diesem Bild. Sehe ich – zwanzig Jahre nach dem Fall der Mauer – einige heruntergekommene Trabis, so etwas wie einen „naturnahen Schrottplatz“? Oder sehe ich die Knospen, das vorsichtige Grün an den Zweigen? Und selbst wenn ich nur auf die Autos schaue: Sehe ich alte, heruntergekommene Karren oder die Möglichkeit, dass diese Autos sich wieder in Bewegung setzen?

Der November ist ja eher ein nebeliger, düsterer, trauriger Monat. Genau da kommt es darauf an, den Blick zu schulen und das Neue wahrzunehmen. Hierzu sind wir von Gott nicht nur eingeladen, sondern aufgefordert und verpflichtet: "Seht her, nun mache ich etwas Neues. Schon kommt es zum Vorschein, merkt ihr es nicht?"

Text: Holger Rehländer
Bild: Sarah Ultes

Kalender-Impulse - Oktober 2009
Oktober 2009

Vor kurzem habe ich mich mal wieder mit meinem Navigationsgerät gestritten. „Bitte in 100 Metern - wenn möglich - wenden“ wurde mir in regelmäßigen Abständen vorgeschlagen. Ich aber, weil ich eigentlich wusste, wo ich lang will, habe diese Vorschläge ignoriert und bin einfach weiter gefahren. Erst einige Zeit später sah das Navigationsgerät ein, dass ich nicht mehr umzustimmen war und berechnete mir eine neue Route – zum selben Ziel wie vorher.

Mit der Stimme des Evangeliums ist es anders als mit der Stimme aus meinem Navigationsgerät. Die Forderung „Kehrt um“ lässt sich nicht so leicht abschütteln. Und sie gilt gerade dann immer wieder, wenn man glaubt, den besten Weg ganz genau zu kennen. Natürlich kann ich diese Stimme ignorieren, aber dann kann es passieren, dass ich dadurch auf große Umwege gerate oder irgendwann das Ziel ganz aus dem Blick verliere.

Das Fahrrad, das auf dem Kalenderblatt zur Miete bereitsteht, befindet sich an einem Ort, wo vermutlich kein Navigationsgerät gutes Kartenmaterial gespeichert hat. Es steht in der Hohen Tatra in 2000m Höhe, in einem Gebiet wo Fahrradfahren fast unmöglich ist, selbst wenn man ein funktionstüchtiges Fahrrad hätte.

Auch hier gilt das „Kehrt um!“ des Evangeliums. Es bedeutet allerdings nicht, dass wir uns ständig umdrehen und immer nur im Kreis bewegen müssen. Und es will uns auch nicht davon abhalten, die steinigen Wege in unwegsamem Gebiet zu gehen. Es mahnt uns vielmehr, dass wir, wie ein Navigationsgerät, immer wieder neu die „Route berechnen“ müssen, die uns auf dem optimalen Weg zum Ziel führt. Das kann steinige Wege und auf den ersten Blick unbrauchbare Hilfsmittel mit einbeziehen. Vielleicht finden sich aber auch bequeme Routenabschnitte mit faszinierendem Ausblick oder schöner Landschaft auf dieser Strecke, die wir zu Beginn gar nicht erwartet hätten.

Ich wünsche uns, dass wir uns auch besonders in diesem Monat immer wieder ein Beispiel an so einem Navigationsgerät nehmen, und die Berechnung unserer Lebensroute nicht dem Zufall überlassen sondern immer wieder neu berechnen und an Gott ausrichten.

Text: Holger Rehländer
Bild: Pfr. Marcus Hoffmann

Kalender-Impulse - September 2009
Juli 2009
Ein etwas eigenwilliges Kirchenfoto hat sich da in den Kalender geschlichen. Kirche im Umbau – die Sitzplätze sind zur Seite gerückt und aufgestapelt, damit freier Raum zum Renovieren und Gestalten zur Verfügung steht!

Die Stühle an einem Platz zusammengerückt lassen mich etwas staunend dreinblicken: So viele stehen da normalerweise herum?

Was fange ich mit solchen Stuhlstapeln an? Derart abgestellt, lassen sich diese kaum gebrauchen. Als bequeme Sitzmöbel taugen sie so nicht! Richtig aufgestellt, wäre die Situation da schon anders:
  • Reihen könnte man stellen – um neben anderen ein gemeinsames Interesses zu verfolgen.
  • Ein Kreis ließe sich bilden – um gemeinsam reden oder feiern zu können.
  • Zwei Stühle könnte ich nehmen – um unter vier Augen ins Gespräch zu kommen.
  • Auch mit einem Einzigen könnte ich mir einen Platz suchen – um dem Hausherrn ein wenig zuhören oder von meinen Wünschen, Ideen, Hoffnungen und Sorgen zu erzählen.
Mein Leben besteht nicht aus gestapelten Stühlen. Allerdings ein Depot voller Möglichkeiten ist auch für mich eingeräumt. Der Raum zum Gestalten steht zur Verfügung. (Unter Umständen muss da von Zeit zu Zeit auch mal was beiseite gerückt werden, damit der Freiraum zum Kreativwerden sowie das reiche, volle, gehäufte und überfließende Maß wieder sichtbar bzw. erfahrbar wird!)

Und damit bleiben noch ein paar Fragen – nicht nur für den September 2009:
  • Wie sieht denn mein Vorrat an Fähigkeiten aus?
  • Welche Gestaltungsspielräume nehme ich wahr?
  • Wie lässt sich denn mit diesen Möglichkeiten ein Lebensraum nach meinen und Gottes Vorstellungen einrichten?
  • Geht das vielleicht nicht nur in zu renovierenden Kirchenräumen, sondern in meinem Lebensraum, in unserer Jugendgruppe, …?
Text: Pfr. Marcus Hoffmann
Bild: Joseph Müller
Kalender-Impulse - August 2009
Juli 2009
Für die Schüler in Sachsen und Thüringen sind ja nun die Sommerferien unwiderruflich vorbei, und da stellen sich immer wieder die gleichen Fragen:

Und, wie war’s? Was hast du gemacht? Was hast du erlebt?

Und dann erzählen wir von tollen Begegnungen, von traumhaften Städten oder herrlicher Erholung am Strand, von Feiern und Partys, von guten Büchern oder beeindruckender Natur. Jeder kann da andere Geschichten erzählen.

Aber was wäre, wenn man die Fragen mal anders stellt:

Was hat Gott dir alles geschenkt?

Müssten wir da auch anders antworten? Wovon würden wir dann erzählen? Beim Rückblick auf den Urlaub lohnt sich vielleicht auch einmal diese Perspektive. Vielleicht entdecken wir dann Erlebnisse, von denen wir sonst nicht so schnell erzählt hätten. Wir könnten von positiven Überraschungen berichten, von beeindruckenden Sonnenaufgängen, von atemberaubenden Kirchen, von toller Gemeinschaft oder vom Glück, sich geliebt zu fühlen. Vielleicht würden wir aber auch genau dieselben Geschichten erzählen wie bei der ersten Frage.

Und wer diesen Blick einübt, der wird vermutlich feststellen: So wenig ist das gar nicht, für das wir Gott danken können!

Mit den Geschenken Gottes ist es nämlich genau wie mit den Süßigkeiten aus St. Tropez, Frankreich, auf dem Kalenderbild im August. Sie erreichen uns in einer Fülle, die wir kaum fassen können. Selbst in Zeiten, in denen wir alles nur schwarz sehen, in denen es uns nicht gut geht, sind diese Geschenke da. Dann sehen sie zwar nicht so schön und farbenprächtig aus (so wie im Schwarz-Weiß-Bereich des Kalenderbildes), aber sie sind immer noch da.

Vielleicht gelingt es uns ja, bei der Rückschau auf die Sommerferien unseren Blick etwas zu weiten und so etwas mehr von der Fülle der Geschenke Gottes wahrzunehmen.

Text: Holger Rehländer
Bild: Joseph Müller
Kalender-Impulse - Juli 2009
Juli 2009

Hat Gott Freizeit?

Ich gebe zu, diese Frage ist etwas ungewöhnlich. Schließlich ist Gott doch immer da, immer erreichbar, immer mit uns.

Und doch wird selbst in der Bibel von Gottes Freizeit berichtet - direkt in der Schöpfungserzählung. Nach sechs anstrengenden Arbeitstagen scheint auch Gott sich etwas Ruhe zu gönnen. Was er allerdings an diesem siebten Tag macht, wissen wir nicht. In der Bibel heißt es nur:

„…am siebten Tag ruhte er und atmete auf.“ (Ex 31,17)

Mit dieser Beschreibung ist direkt auch eine Forderung verbunden. Auch der Mensch soll eine Zeit der Ruhe einhalten, das wird ihn näher zu Gott bringen. Und diese Zeit der Ruhe kann er nutzen, um an Gott zu denken, ihn zu loben und zu ihm zu beten.

Manchmal habe ich das Gefühl, dass wir Menschen es gerne übertreiben, und Gott mit unserer Schaffenskraft übertreffen wollen. Wir arbeiten und lernen und schaffen und finden keine Zeit für Ruhe und Erholung. Selbst im Urlaub machen wir uns Erholungsstress. Wir müssen ja noch diese Bücher lesen. Und schwimmen gehen. Und eine Fahrradtour machen. Und Party machen natürlich auch. Am besten alles gleichzeitig. Dann wundern wir uns, wenn wir am Ende der Ferien müder und geschaffter sind als vorher?

Gott nimmt sich Zeit zum Ausruhen und Aufatmen. Und das können wir auch tun.

Vor einem Jahr war ich mit einer Gruppe aus unserem Bistum in Australien beim Weltjugendtag. Dort ist das Kalender-Bild vom Juli entstanden. Das Weltjugendtagsprogramm war voll mit tollen Events, interessanten Vorträgen, Gottesdiensten und Konzerten. Das kann schon ganz schön in Stress ausarten. Muss es aber nicht. Denn es gab in Melbourne und Sydney herrliche Parks, ruhige Kirchen und gemütliche Kaffees, in denen man etwas Ruhe genießen konnte. Dort konnte man sich einfach zurückziehen, ein paar Zeilen im mitgebrachten Buch lesen, über die Erlebnisse der vergangenen Tage nachdenken und musste sich dabei selbst von „komischen Vögeln“ – wie im Bild – nicht ablenken lassen.

Hat Gott also Freizeit? Wenn Freizeit heißt, alles hinter sich zu lassen, die Augen zu schließen und wirklich abzuschalten, dann glaube ich nicht, dass Gott sich so zurückzieht. Aber hin und wieder genießt anscheinend selbst Gott „himmlische Ruhe“. Und dazu fordert er auch uns auf. Zum Beispiel in den Sommerferien. Und ganz konkret jetzt im Juli.

Text: Holger Rehländer
Bild: Martin Plewa

Wer los geht, der...
Štóž so na puć poda, tón...
 ... hat ein Ziel.
Und wir gehen los!
Und wir gehen unseren Weg.
Und wir gehen ihn bis zum Ende.
Und wir haben ein Ziel: das Ende des Weges.

STOPP!

ANHALTEN!

Ist das Ziel unseres Weges wirklich ans Ende zu gelangen?
Ist das Ziel unseres Lebens wirklich nur das Ende zu erreichen?

Nein.
Das ist falsch.

Aber was ist dann unser Ziel?

Das Ziel liegt im Augenblick.
Jede Minute auf unserem Weg.
Jede Schweißperle auf unserer Stirn.
Jeder Atemzug, der sich schneller und schneller auf unserer Brust abhebt.
Jedes Lied, dass wir auf unserem Weg summen.
Jedes Lachen, dass unsere Lippen umspielt.

Das Ziel liegt im Augenblick.
In jedem Augenblick unseres Lebens.
Gott ist in jedem dieser Augenblicke bei uns ... nicht nur im Ziel.

Gedanken von Luise Binder aus Leipzig
 …der kann schon auf dem Weg einiges erleben.
„Der Weg ist das Ziel“

Ein kluger Spruch,
eine oberflächliche Metapher,
eine sinnvolle Lebensweisheit,
eine Vertröstung?

Wir Menschen sind in unserer heutigen Zeit gewöhnt, nach Plänen zu arbeiten. Wir analysieren Voraussetzungen, Bedingungen, Teilschritte und Ziele. Erfolg wird daran gemessen, ob wir Ziele erreicht haben oder nicht. Erwartungen werden an der Realität abgeglichen.

So zu denken ist gut. Es hilft, unser Leben zu strukturieren, Etappen zu beenden und neu zu beginnen, altes hinter einem zu lassen, für Neues motiviert aufzubrechen.
Der „Weg“ scheint also nicht allein schon glücklich zu machen, sondern wir wollen Ziele erreichen und nicht auf einem Weg verbleiben.

„Der Weg ist das Ziel“ also nur ein leerer Spruch?

So wichtig ein Denken in Schritten für unser Leben ist, die wirklich wichtigen Dinge werden wir nicht von der Ziellinie aus betrachten können:

Beziehungen und Freundschaften beginnen wir, ohne ein Ziel vor Augen zu haben.
In Ehe und Familie wird der Anfang eines Weges gesetzt, den wir selbst nicht vollenden können. Tiefe Freude am Leben spüren wir nicht, wenn Ziele erreicht wurden. Sondern meist spontan und ohne Plan.

Das wirklich Entscheidende passiert also auf einem Weg. Wahres Glück und dauerhafte Freude am Leben können auf einem Weg erlebt werden, dessen Ziel wir nicht kennen, sondern nur dessen Richtung wir erahnen können. Die Unsicherheit in unserem Leben können wir Gott anvertrauen und auf ihn als den Zielpunkt von allen erhoffen.

Auch wenn unser Leben auf dieser Erde beendet sein wird. Das Ziel ist offen. Unser Glaube sagt: Die Richtung stimmt. Vertrauen wir darauf. Geht los.

Johannes 10,10: „Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.“
Gedanken von Benno Kretschmer aus Dresden
...nimmt nur das mit, was er wirklich zum Leben braucht.
Nehmen wir mal an, du gehst los und müsstest alle Sachen mitnehmen, die du besitzt. Was hättest du in deinem Rucksack:
- die Kleidung aus deinem Kleiderschrank
- die Schuhe aus deinem Schuhschrank/-regal
- die Bücher aus deinem Bücherregal
- Hygieneartikel (angefangen bei der Zahnbürste, Zahnpasta über Handcreme, Deo bis hin zu vielen anderen Dingen)
- einen Computer und/oder Fernseher und/oder Radio
- ...
- ...
- ...
- ...
- ...

Nimm dir für die anderen fünf Punkte (es können auch mehr sein) einmal fünf Minuten Zeit um sie für dich individuell zu bestimmen. Geh dazu vielleicht auch mal durch dein Zimmer und schau dich um, was da alles so herum steht und herum liegt.

Wenn du deine persönliche Packliste vervollständigt hast, dann hast du ungefähr dein Reisegepäck. Das ist dein Rucksack, den du jeden Tag auf deinem Lebensweg mit dir herumschleppst. Und da sind Wasser und Lebensmittel noch nicht mal dabei.

Schon verrückt, wie viel du besitzt und regelmäßig gebrauchst.
Aber (ge-)brauchst du all diese Sachen wirklich regelmäßig?
Brauchst du das alles überhaupt? Oder ginge es genau so gut oder sogar besser, wenn du auf einige deiner Sachen verzichten würdest?

Jesus hat zu den Menschen, die ihm nachfolgen wollten, gesagt: Verkauf alles, dann folge mir nach. Warum verlangt Jesus so etwas? Ist es bloß ein Test oder steckt mehr dahinter?

Denk mal darüber nach, und schau dir nun nochmal deine Packliste an und überlege, ob du wirklich bereit bist, deine Last jeden Tag zu tragen?

Es liegt in deiner Hand, dir das Leben etwas leichter zu machen. Pack einfach mal etwas aus. Du wirst es nicht bereuen.
Gedanken von Maximilian Riedel aus Hohenstein-Ernstthal
...wagt den ersten Schritt.
"Auch der längste Weg beginnt mit dem ersten Schritt." (Chinesische Weisheit)

Der erste Schritt kann oftmals auch der schwerste sein.
... was erwartet mich?
... wen treffe ich auf meinem Weg?
... habe ich genug Kraft, um durchzuhalten?
... werde ich mein Ziel überhaupt finden?

Solche und viele andere Fragen geistern einem dabei durch den Kopf, ob es nun um eine geplante Reise oder gar den eigenen Lebensweg geht.

Doch wenn ich nicht los gehe, nicht den ersten Schritt wage, kann ich auch nicht(s) (er)leben. Und egal wohin ich mich begebe, einer wird immer bei mir sein und mich (beg)leiten.
ER wird den ersten Schritt zur Leichtigkeit machen, wenn wir IHM vertrauen.
Gedanken von Konstanze Richter aus Borna
... chce něšto změnić. ... möchte etwas verändern.
Tón chce wšědnemu dnjej wućeknyć.
Tón chce stare zwučenosće wotstajić a sej něšto noweho zwažić.
Tón chce skónčnje něšto činić, štož je sej dołho hižo předewzał.

Wšitcy smy žiwi we zwučenosćach. Tola tute přewinyć njeje lochko. Trjebamy za to nastork. Tutón nastork móže wot sebje samoho abo wot někoho druheho přinć.

Dyrbju sej toho wědomy być, što mje myli a što chcu změnić…

...a potom wozmu sebi přećela a podam so cyle jednorje na puć.
Der möchte dem Alltag entfliehen.
Der möchte alte Gewohnheiten hinter sich lassen und einen neuen Schritt wagen.
Der möchte endlich etwas anpacken, was er schon lange vor sich her geschoben hat.

Wir alle leben in Gewohnheiten. Doch diese zu durchbrechen ist nicht leicht. Dazu bedarf es eines Anstoßes. Dieser Anstoß kann von mir oder von außen kommen.

Ich muss mir bewusst werden, was mich stört, was ich verändern will…

…und dann nehme ich mir einen Freund zur Seite und gehe einfach los.
Gedanken von Andrea Koreng aus Panschwitz-Kuckau
...hat Sehnsucht.
STOP! - innehalten - nachdenken - nachspüren - Wonach sehne ich mich?

Habe ich (eine) Sehnsucht?

Sehnsucht nach Beziehung?
Sehnsucht nach der Weite der Berge?
Sehnsucht nach Gott?
Sehnsucht nach Ruhe?
Sehnsucht nach Freundschaft?
Sehnsucht nach einem guten Beruf?
Sehnsucht nach… ?

Und dann losgehen, sich dafür einsetzen, Entscheidungen treffen, um Hilfe bitten, alles geben, sich Zeit nehmen und seinen Weg gehen!

GEHT LOS!
Gedanken von Christina Klaus, Bistumsjugendreferentin aus Dresden
...setzt sich in Bewegung.
Ein altes Sprichwort sagt, man muss fahren um zu erfahren.

Es tut gut, hin und wieder mal einfach aufzubrechen, so kann man die Perspektive wechseln und alles neu betrachten.

Das gilt auch für unseren Glauben; durch einen neuen Aufbruch können wir neue Ansichten entwickeln und verloren geglaubtes wieder finden.

Also: Geht los!
Gedanken von Steffen Hollmann aus Lugau
...sucht Antworten.
„Wie läuft´s?“ fragen wir und wollen damit wissen, ob es in der Schule, im Studium vorangeht, oder wie es um eine Beziehung steht oder wie es jemandem geht.

„Wie läuft´s?“ fragen wir oft im Vorbeigehen, ohne, dass uns die Antwort wirklich interessiert, wie man eben fragt „Wie geht’s?“ oder „Alles klar?“

„Läuft alles super“, „Geht so“ oder „Alles schief gelaufen“ sind manchmal die Antworten.

„Wie läuft´s?“, das können wir uns gegenseitig fragen, wenn wir aufbrechen, wenn wir miteinander nach Rosenthal laufen.

Und seien wir gespannt auf die Antworten, die jeder, jede für sich findet und die wir gemeinsam finden!

„Als Jesus vorüberging, richtete Johannes seinen Blick auf ihn und sagte: Seht, das Lamm Gottes! Die beiden Jünger hörten, was er sagte, und folgten Jesus. Jesus aber wandte sich um, und als er sah, dass sie ihm folgten, fragte er sie: Was wollt ihr? Sie sagten zu ihm: Rabbi - das heißt Meister - , wo wohnst Du? Er antwortete: Kommt und seht!“
(Joh 1,36-39a)
Gedanken von Kaplan Michael Jäger aus Leipzig
... hat's nicht eilig.
Es gibt heute so viele andere Möglichkeiten, von einem Ort zum anderen zu kommen, wie Auto, Flugzeug, oder Bahn. Die sind doch viel schneller und sogar bequemer!

Warum also ausgerechnet GEHEN!?

Vom anatomischen Bau her sind wir Menschen zum Gehen weitaus besser geeignet als zum Schwimmen oder Fliegen. Man könnte sagen, wir sind zum Gehen geschaffen, da gibt es also einen, der will, dass wir gehen, der selbst geht, weil er uns als sein Abbild schuf.

Schon die Menschen in früherer Zeit wussten das und sind losgegangen, um für Ihren Glauben besonders wertvolle Orte aufzusuchen. Sie nannten es "pilgern".

Natürlich hat sich die Bedeutung des Gehens im Laufe der Zeit verändert: was früher ein Muss war, ist heute aufgrund von netten kleinen und großen Erfindungen einfach nicht zwingend notwendig.

Wer also losgeht, folgt nicht nur einer Tradition, einer Rückbesinnung, sondern ist sich dessen, was er tut, in besonderer Weise bewusst.

Vielleicht ist es gerade in dieser Zeit wichtig, dass wir bewusst einen Fuß vor den anderen setzen und uns, so verlockend es auch oft ist, nicht nur 'gehen lassen', sondern selbst die Initiative ergreifen und einfach mal losgehn!
Gedanken von Florian Sinkwitz aus Schirgiswalde
... ist froh über jemanden, der ihn auf seinem Weg begleitet.
Wir als Christen gehen einen Weg, der uns manchmal recht unbequem vorkommt, und über Höhen und Tiefen führt.

Doch gehen wir diesen Weg nie allein, denn wir haben Jesus zum Gefährten.

Er lädt uns ein stets von neuem aufzubrechen, mit Ihm und zu Ihm hin.
Gedanken von Markus Ruhs, Priesteramtskandidat aus Crimmitschau
... begibt sich in Gefahr.
"Paß auf dich auf!", "Geh nicht mit Fremden mit!", "Komm nicht vom rechten Weg ab!"
Wer kennt diese guten Ratschläge nicht, die einem die Eltern mit auf den Weg geben, wenn man so "mutterseelenallein" in die böse Welt hinausgelassen wird?
Es könnte unterwegs etwas passieren. In der heutigen Zeit weiß man ja nie...

Verstehen kann jeder diese Besorgnis. Natürlich kann immer etwas passieren. Leben ist halt gefährlich - lebensgefährlich.

In "Lebensgefahr" sind wir schon seit unserer Geburt. Das machen wir uns natürlich nicht dauernd bewußt, da würden wir ja nur noch in Angst leben.

Wer los geht, begibt sich in Gefahr. In die Gefahr, daß er unterwegs Fehler macht, Umwege geht, ausgebremst wird...

Und trotz dieser Gefahr drängt es uns geradezu danach loszugehen, weil das das Leben spannend macht, das bringt Abwechslung in unser Leben. Wir wollen was erleben. 

Das Losgehen birgt noch eine Gefahr.
Glauben wir, daß einer uns dieses Leben geschenkt hat? 
Glauben wir, daß genau dieser unser Leben begleitet?
Glauben wir, daß wir zu IHM unterwegs sind und er uns am Ende erwartet?

Wenn wir losgehen, dann besteht die Gefahr, daß ER unseren Glauben ernst nimmt.

Bist Du bereit, Dich dieser Gefahr auszusetzen?

Dann geh los!

"Preise Gott, den Herrn, zu jeder Zeit; bitte ihn, daß dein Weg geradeaus führt und daß alles, was du tust und planst ein gutes Ende nimmt." Tob 4,19a
Gedanken von Sabine Bley, Gemeindereferentin in Wechselburg
... bricht mit Gepäck auf.
Ich trage auf meinem Weg.

"Jesus sprach zu dem Gelähmten: Steh auf, nimm deine Bahre und geh…" (Mt 9,8)

Ich trage an Fähigkeiten, Erlebnissen, Vorstellungen und Beziehungen.
Die einzelnen Gepäckstücke ge-brauche ich im Unterwegs-Sein. Dabei sollen sie mir nicht fremd werden! Ich möchte sie nicht verlieren, aber mit anderen teilen!

Mein Gepäck begleitet mich und ich werde vertraut.
Gedanken von Elisabeth Fedke aus Flöha/Erfurt
... vertraut seinen eigenen Füßen!
Um losgehen zu können, muss ich sicher sein, dass ich auch vorwärts kommen werde. Ich brauche dafür schon etwas Selbstvertrauen.

Kinder lernen so etwas ganz schnell durch Ausprobieren. Die ersten Schritte sind ziemlich wacklig. Aber sie wissen: Andere können das, dann kann ich das auch! Und sie probieren weiter.

Wenn ich wirklich losgehen will, dann brauche ich dieses Grundvertrauen in meine eigenen Fähigkeiten. Das kann ich lernen. Oder mir einfach bewusst werden, dass Gott mir diese Fähigkeiten schon längst geschenkt hat.

"Ich danke dir, dass du mich so wunderbar gestaltet hast.
Ich weiß: Staunenswert sind deine Werke." Ps 139, 14
Gedanken von Holger Rehländer, Bistumsjugendreferent aus Dresden
Weitere Impulse kommen hier wöchentlich.
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